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Die wichtigsten menschlichen Sinne finden sich in unserem Gesicht: wir können sehen, hören, fühlen, schmecken und lächeln. Von diesem Standpunkt aus ist die Beziehung zwischen Gesicht und Interface eine sensorische. Deshalb benötigen die Entscheidungen, deren Ergebnis ein funktionierendes oder ein nicht funktionierendes Konzept ist, ebensoviel an Wissen über Neurobiologie wie an Intuition.
Ein Gesicht zu sehen, verschafft uns einen sehr starken emotionalen Eindruck von einer Person und bestimmt unsere Haltung mehr als intellektuelle Aspekte. Das gleiche ist es mit der Haltung des Nutzers gegenüber einer Applikation. Das Interface entscheidet über Akzeptanz und Gebrauch. Das ist nicht nur eine Frage der praktischen Handhabbarkeit, sondern ebenso eine der Farben, Formen und Symbole.
Deshalb ist es wichtig, auf persönliche Präfrenzen der Nutzer und kulturelle Differenzen zu achten. Warum können wir zwischen 400 Farben für ein Auto, mindestens 3 Karosserieformen und 35 Extras auswählen, aber bei einem Handheld nur zwischen 2 Farben und 7 Extras?
Es gibt noch einige andere Aspekte der nonverbalen Kommunikation. Ein Mensch, den wir kennen, sagt uns sehr viel über seine Gefühle, Gedanken und Vorhaben mit seiner Mimik.
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Darum sollte es möglich sein, eine Applikation so zu personalisieren, dass ein Mensch sie ohne kryptische Fehlermeldungen und Hilfetexte verstehen kann, zum Beispiel durch Sounds, Farben und Symbole.
Verstehen ist auch ein Problem der Konzentration. 30% der meisten Interfaceoberflächen werden für Statusinformationen, ungenutzte Menübars oder unnötige Hilfetexte benutzt. Das ist einfach zu viel.
Ich meine, ein Interface entsteht aus der Kombination von Hard- und Software. Aber das ist natürlich eine Frage der Definition. Wie auch immer, diese Verbindung ist sehr stark. Es ist eine schöne Sache, gut designte mp3-Player zu kaufen. Aber warum wird der Player nicht zur "Plamera", wenn man ein Digitalkameramodul anschließt und die Software installiert?
Wir nutzen sehr viele Anwendungen, um in Verbindung zu bleiben. Das heißt, wir versuchen die früher bedeutendere face-to-face Kommunikation auf neuen Wegen zu re-etablieren. Das scheint es zu sein, was wir in diesen individualistischen Zeiten brauchen. Warum nicht 5 Minuten vom Monitor aufschauen und einen Blick suchen? |
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